Busans Geschichte
Die Stadt Busan kann auf eine durchaus lange und abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken. Historische Funde belegen, dass hier bereits vor etwa 6.000 Jahren Menschen angesiedelt waren. Sehr viel später schließlich gehörte die heutige Stadt zum Gaya-Königreich – für die Wirtschaft der Stadt und des gesamten Landes von entscheidender Bedeutung war seit jeher der Handel mit dem Nachbarland Japan.
Nachdem die Küstenstädte des Landes Korea häufig von japanischen Piraten heimgesucht wurden, wurde im Jahre 1443 zwischen beiden Staaten ein Vertrag geschlossen, welcher den Handel untereinander regelte. Von nun an ließen sich japanische Händler in der Hafenstadt Busan nieder. Im Jahr 1592 allerdings versuchte der japanische Herrscher Toyotomi Hideyoshi, Japan zu erobern und die Freundschaft zwischen beiden Ländern fand ein schnelles Ende. 200.000 Japaner fielen sowohl in Busan als auch in anderen koreanischen Städten ein und vereinnahmten diese für sich. Die Bedeutung als Handelspunkt jedoch verlor Busan in seiner ganzen wechselvollen Geschichte nicht. Im Jahr 1910 wurde Busan erneut von den Japanern besetzt. Diese bauten nicht nur den Osthafen, sondern auch diverse Fabriken und Wohngebäude, so dass sich die bis dahin recht kleine Stadt deutlich vergrößerte.
Eine immens wichtige Rolle in der Geschichte des Landes Korea spielt ohne Zweifel der Koreakrieg. Erwähnenswert ist, dass die Stadt Busan neben Daegu der einzige Ort war, welchen die nordkoreanischen Truppen nie einnahmen. Die Hauptstadt Seoul jedoch wurde schnell erobert und so war Busan für einige Zeit temporäre Hauptstadt Koreas. Die Bevölkerung wuchs zu dieser Zeit auf etwa vier Millionen Einwohner an.